Kleinere und grössere Projekte in privaten Hausgärten, im naturnahen Schulareal, auf dem Spielplatz, bei einem Rastplatz im Wald oder am Waldrand...
Im Bohnenzelt, im Weidenhaus oder z.B. in der Nähe einer Feuerstelle auf einer Waldlichtung lassen sich mit einer Gruppe von Kindern oder auch Erwachsenen Äste im Kreis, im Oval oder in einer Hufeisenform zum Astsofa aufschichten. Wir beginnen mit den stärkeren, gröberen Ästen, legen dann zunehmend feinere Ästchen drauf. Die Kinder werden begeistert sein, das Sofa federt und ist erstaunlich bequem.
Zuerst wird der Platz ausgewählt, je nachdem, wie viele Kinder gleichzeitig im Zelt
Platz haben möchten, die Grundfläche bestimmt (evtl. bezeichnet mit Sägemehl).
Darauf werden rundum lange Bohnenstangen gesteckt, z.B. in Form eines Tipis oder etwas grösser,
oval mit einem "Firststecken", oben alle Stangen gut mit Schnüren verbunden. Jetzt können
zwischen den Stangen Feuer- oder Maibohnen gesteckt werden. Manche Kinder wollen "ihre Pflanze"
beim Wachsen beobachten. Wir haben den Bohnen Namen gegeben, Marco nannte sein Pflänzchen
"Marputo", Lea ihres "Lekakti". Natürlich können nach Lust und Laune auch andere Kletterpflanzen
gesteckt oder gesetzt werden.
Rohe Bohnen sind nicht gesund, doch bisher konnten die Kinder jeweils warten, bis diese gemeinsam
geerntet und dann gekocht wurden.
Wer in seinem Garten oder im naturnahen Teil des Kindergartens oder des Schulareals für
allerlei verschiedene Kleintiere etwas tun möchte, kann je nach Platzverhältnissen
ein kleineres oder grösseres Gestell mit etwas erhöhtem Boden und zwei oder drei
Wänden bauen. Mit Hilfe der Skizze wird dann Wohnraum für erwünschte, gerngesehene
Gäste errichtet. Neben den erwähnten Kleintieren können sich in der Gartenarche
auch Hummeln, viele andere Wildbienen, Kröten, im aufgehängten Vogelhäuschen
vielleicht sogar eine Haselmaus wohl fühlen.
Jede Gartenarche sieht wieder anders aus. Sie ist eine Art Kunstwerk, das sich mit der Zeit auch
wieder verändert, im Normalfall aber wenig Unterhaltsarbeit erfordert.
Igel schätzen einen Unterschlupf, um tagsüber zu schlafen und das Igelweibchen ein Nest,
wo es ungestört seine Jungen betreuen kann. Und im Spätherbst benötigen alle Igel
ein Winterquartier, das sie gegen Kälte und Nässe schützt. Je aufgeräumter der
Garten ist, desto schwieriger ist es für den Igel, ein gutes Plätzchen zu finden.
Für die Igelburg wird zuerst aus Bruchsteinen, aus restlichen Backsteinen, aus alten Ziegelsteinen
oder Brettern ein geschlossener Kessel gebaut (Durchmesser etwa 40 cm, Höhe ca 45 cm).
In diesen Kessel können Heu, Stroh oder Laub eingebracht werden, als Decke dient eine grosse
Steinplatte(ca 50x50 cm oder auch Bretter.
Zum Kessel führt ein etwa 1.5m langer Tunnel(Öffnung 15x15cm), ebenfalls gebaut aus Steinen,
Holz etc. Kessel und Tunnel werden dann zugedeckt mit einer Folie (Witterungsschutz), dann mit
einer starken Schicht Laub,vermischt mit Steinen und Erde, zuletzt kommen kleinere Äste.
So entsteht ein etwa 2m langer und 1.5m breiter Laubhügel - ein optimales Igelquartier.
Wenn Sie bereit sind in Ihrem Garten auf Chemikalien und Gifte zu verzichten (
Igel sind Insektenfresser und leiden sehr stark unter Vergiftung ihrer Nahrung) und wenn
Sie für einen Rettungsweg aus dem Gartenteich sorgen (z.B ein ins Wasser ragendes Brett),
dann wird sich der Igel wohl fühlen.
In Berikon gibt's hinter dem Schulhaus Ahorn einen ganz besonderen Kräutergarten. Geplant und dann auch gebaut wurde er vor rund zehn Jahren von Alexandra Öster (heute Barp-Öster) mit ihrer Klasse, beraten und unterstützt von Patrick Schmid vom Jugendnaturschutz Wohlen. Auch wir vom NVV Berikon haben mitgeholfen.
Als die Lage des Platzes feststand, entwickelten wir einen Plan in Form eines
riesigen dreiblättrigen Kleeblattes, dem Beriker Wappen. Man könnte aber auch von
einem hufeisenförmigen Hochgarten sprechen, einem Kräutergarten mit drei
verschiedenen Pflanzbecken.
Aus Bruchsteinen wurden die Mauern aufgebaut, zwischen deren Ritzen sich Eidechsen gut
verstecken könnten. In das am meisten besonnte Becken wurde vor allem Sand und nur
wenig Erde eingefüllt, hier fühlen sich Mittelmeerkräuter wie Salbei, Thymian
und Rosmarin wohl. Im nächsten Becken ist das Erde/Sand-Gemisch etwa ausgewogen, gut
für Johanniskraut, Majoran , Ysop u a. Im dritten Becken kann alles mögliche wachsen:
Zitronenmelisse, Borretsch, Dill, Kapuzinerkresse uva.
Der Vorteil der Hufeisenform zeigt sich vor allem, wenn eine ganze Klasse etwas betrachten
oder gemeinsam arbeiten will, der Kräutergarten ist von innen und aussen optimal
zugänglich.
Im Schulareal , im Hausgarten oder auf dem Spielplatz kann ohne grossen Aufwand aus
Weidenstecklingen ein Weidengang oder Weidentunnel gebaut werden. Geeignet sind vor allem
schmalblättrige Weiden, zB. Silberweide, Purpurweide oder Korbweide.
Wenn im Herbst beim NV Berikon uU die Weiden geschnitten werden, können Sie ja mithelfen.
So kommen Sie am leichtesten zu Beratung und gleichzeitig kostenlos zu den nötigen
Ästen, genau zur Zeit, die sich für die Anlage eines Weidenganges besonders eignet.
Hinter dem Schulhaus Ahorn in Berikon steht ein Weidenhaus seit 1995, es wurde von einem Dutzend Kindern und zwei Lehrerinnen in einer Projektwoche gebaut. Beliebt ist der schattige Raum vor allem an heissen Sommertagen bei Schulklassen und in der Pause bei spielenden Kindern.
Ein etwas anderes Weidenhaus steht seit 1998 im Spychergarten und ein weiteres Weidenhaus
mit Weidentunnel ist vor rund zehn Jahren auf dem Rudolfstetter Schulhausplatz entstanden.
Was oben über Weidensorten und Beratung steht, gilt auch für ein geplantes Weidenhaus.
Weiden wachsen sehr schnell. Sie können leicht verbunden werden, Bögen und Kuppeln
lassen sich bilden. Weiden müssen jedoch jedes Jahr zurückgeschnitten werden.
Wenn Sie das lieber nicht möchten, können Sie auch ein sog. Strauchhaus planen
mit Sträuchern, die viel langsamer wachsen und deshalb seltener zurückgeschnitten
werden müssen.